Es war wieder ein wunderschöner, sonniger Samstag, viele Leute haben schöne Sachen ausprobieren und für wenig Geld kaufen können. Natürlich hatten auch die Kinder ihren Spaß dabei!
Vielen Dank an die Waren-Spender-innen, und an die lieben Helfer-innen!
Der Erlös von144,45 € war für den Aufwand nicht sehr hoch, aber langte immerhin ein paar Monate für die Einkäufe für´s Freitagscafé, und das Wichtigste war ja sowieso der Spaß dabei!
Es ist die spannende Erzählung über den tief im Wald lebenden Waldschrat Eisenhans, über Prinzen und Prinzessinnen, Ritter, einen goldenen Brunnen und viele Abenteuer mehr.
Freuen wir uns auf -> Kurt Spielmann einen erfahrenen Theater-Schauspieler als ein im Mittelalter lebenden edlen Rittersmann in einer Vorstellung auf hohem Niveau!
Zum allerersten Mal seit seinem 50-jährigen Bestehen hat das -> KoMMz am Faschings-Umzug in Aschaffenburg teilgenommen.
Damit ergab sich die Möglichkeit für die Kinder vom Freitagscafé, die “Fünfte Jahreszeit” hautnah miterleben zu dürfen, und mal in die Geber-Rolle zu schlüpfen.
Manche kannten die hiesigen, verrückten Faschings-Zeremonien bereits, für manche war es wahrscheinlich der exotischste Tag in ihrem Leben.
Was ist Fasching eigentlich, und was feiern wir da?
Also: Das Wort Fasching kommt von „Fasten-Nacht“ , das ist die Nacht vor der Fastenzeit (Ramadan der Christen). Aus dieser Nacht wurde eine Woche, in der gefeiert wurde und das letzte Fleisch gegessen wurde. Deshalb heißt der Fasching auch Karneval. Das kommt von „Carne val“ = „Fleisch gehe“. In der Zeit vom Fasching durften und dürfen alle Menschen einmal gleich und ein bisschen verrückt sein. Arme wie Reiche, Knechte wie Grafen. Und nach den blutigen Kriegen seit Napoleon wollten die Menschen kein Militär mehr haben, und im Rheinland bei Mainz haben sie angefangen, den verbotenen Fasching wieder zu feiern und verkleideten sich in die Uniformen der Soldaten. Deshalb tragen sie oft heute noch solche Uniformen. Heute sind Karneval-Sitzungen auch sehr politisch geprägt, und alle Politiker dürfen kräftig auf den Arm genommen werden! Das ist eine sehr angenehme Freiheit, die es nicht überall gibt! Leider übertreiben manche den Alkoholkonsum während der Faschingszeit. Und bei den Umzügen wird zu viel Müll produziert. Aber unseren Wagen schmücken Blumen aus Recycle-Material. Danke an Marion und die fleißigen Helferinnen im Freitagscafé!
Übrigens: Auch schon vor der “Geburt” der Weltreligionen wurde gefastet! Freiwilliger Verzicht auf Nahrung auf Zeit war in vielen Kulturen, auch bei Naturvölkern verbreitet. Über die Jahrtausende hat sich der Sinn des Fastens immer wieder gewandelt. Die alten Griechen und Ägypter fasteten oder verzichteten auf bestimmte Nahrungsmittel, um die Sinne zu schärfen und der Gesundheit zuliebe. Gläubige fasten, um Busse zu tun und ihrem Gott näher zu sein. Zum “richtigen” Fasten gehören neben dem Verzicht auf Nahrung auch Meditation oder Gebet und der Wille, anderen in dieser Zeit etwas Gutes zu tun. Das Fasten hat das Entstehen der Religion begünstigt, und die Religion ihrerseits hat immer wieder das Fasten geregelt. Im Mittelalter zogen die Menschen mit Masken, zunächst als Teufel, dann auch als Hexen und Narren verkleidet in der Vorfastenzeit durch die Straßen. Erst Martin Luther schaffte den kategorischen Zwang der katholischen Kirche zum Fasten als Buße ab. Auch das Ritual davor, die Faschingszeit, in der angeblich die Menschen das “Böse” und “Verdorbene” kennenlernen sollen, um hernach umso frommer zu sein, lehnte Martin Luther ab. So verlor der Fasching seinen ursprünglichen Sinn, und wird bis heute in den Bundesländern, die nicht katholisch geprägt sind, gar nicht gefeiert.
Viele Menschen möchten sich aber so ein buntes Fest der Geselligkeit nicht nehmen lassen, und so feiern wir heute gemeinsam, religions-übergreifend, ausgelassen und friedlich, mit einem kräftigen Paket an (sozial-)politischer Satire den heutigen Karneval eher im früheren “heidnischen” Sinne: Dem Austreiben des Winters in Vorfreude auf den kommenden Frühling.
Auch im überwiegend katholischen Brasilien hat sich der Karneval deutlich vom ursprünglichen Gedanken befreit, und hat sich zu einem Riesen-Promenaden-Spektakel der vielen Samba-Tanzschulen entwickelt:
Das Team vom Freitagscafé Aschaffenburg möchte sich ganz herzlichst bedanken für Euer aller Unterstützung und Verständnis bei unserem gemeinsamen Streben nach einem bunten, friedlichen und freudvollen Miteinander!
Auch in diesem Jahr gehen der Freundeskreis für Kultur (KoMMz) und unser überparteiliches Bündnis „Aschaffenburg ist bunt!“ am Silvestertag mit einem fröhlichen „Kehraus 2025“-Umzug auf die Straße! Gemeinsam wollen wir für Vielfalt, Diversität, Pluralismus, Demokratie und unsere bunte Stadt werben, und ein fröhliches und entschlossenes „KEHRAUS 2025“ feiern. Darum rufen wir euch alle dazu auf, auch in diesem Jahr mit Besen und Feudel farbenfroh durch die Straßen zu ziehen – und gemeinsam den braunen Schmutz aus unserer Stadt zu fegen. Symbolisch, bunt und unübersehbar. 💥🧹🌈 An den Start gebracht von der KoMMz-GRUPPE und dem HOFGARTEN-KABARETT, getragen von mehr als 300 Bündnispartnern und Hunderten Einzelunterstützer*innen von „Aschaffenburg ist bunt!“ Wir freuen uns auf euch und wünschen frohe, besinnliche Festtage!
🧹 KEHRAUS 2025 🧹
Der 31.12. wird ein Tag, an dem sichtbar wird, wofür Aschaffenburg steht!
Denn während andere versuchen, unsere Straßen mit Ausgrenzung und Hass zu füllen, zeigen wir: UNSERE STADT IST BUNT, LAUT und SOLIDARISCH. 🌈✊
Wir sind mehr. Und wir sind unübersehbar. ⏰ MI, 31.12 // ab 13 Uhr 📍 THEATERPLATZ AB
Beim Silvester-Kehraus 2025 ziehen wir gemeinsam mit Besen & Feudel durch die Stadt – fröhlich, entschlossen und symbolisch, um klarzumachen, dass menschenfeindliche Ideologien hier keinen Platz haben. 🧹✨
👉 Mit dabei beim Demo-Umzug & auf der Strecke: 🎤 URBAN PRIOL – Aschaffenburger Ikone des politischen Kabaretts 🏛️ JÜRGEN HERZING , Oberbürgermeister der Stadt Aschaffenburg 🎶 TEN OF A KIND 🎭 AXEL TEUSCHER, Hofgarten Kabarett 🎸 DIRKSTER AND THE OLD WHITE DUDES 🎙️ SEBASTIAN BOGENSBERGER
Die Grundlage unserer Theaterarbeit ist eine wohlwollende, humorvolle und unterstützende Haltung, die das kreative Potential in jedem sieht. In ganzheitlichen Workshops mit Yoga, Meditation und zahlreichen Körper- Wahrnehmungs- und Spielübungen laden wir dazu ein, sich neuen Herausforderungen zu stellen, innere Begrenzungen und Ängste zu überwinden und der Kreativität Ausdruck zu verleihen. Neue Begegnungsmöglichkeiten entstehen – mit sich selbst und mit Anderen.
Ein Geschenk des Himmels, dass das arg unbeständige Wetter so gut gehalten hat! Der neue Platz vor der Wiese und dem Gemeinschaftsraum 302 war sehr schön, viele „Externe“, also ehemalige GU-Bewohner kamen, es gab ganz viele verschiedene Speisen, viele nette Unterhaltungen und Attraktionen, und manche waren überrascht, wie viele der GU-Bewohner-innen mitgeholfen haben und sich bei Organisation und Ausrichtung des Fests beteiligten! Es war ein wunderschöner Tag, mit vielen glücklichen Menschen, die für einen Moment ihre Sorgen vergessen konnten!
Am letzten Freitag wurde Pierre Gruber von all seinen Mitgliedern geehrt für seinen unermüdlichen 10-jährigen Betrieb des Freitagscafés.
Seither wurde kein Freitag ausgelassen, den Asyl-Bewerbern in der GU Aschaffenburg einen familiären, vertrauensvollen Rahmen zu gestalten, in dem sie Zuspruch, Vertrauen und Zerstreuung erfahren, und Informationen und Motivation zum erfolgreichen Aufbauen einer neuen Zukunft hier in Deutschland erhalten.
Als Überraschung und zur großen Freude luden seine Mithelfer:innen einige frühere Helfer:innen und das Gründungsmitglied Leander Hock ein!
Vielen lieben Dank für diese tolle Überraschung! Ihr seid die Besten, denn ohne euch alle könnte das Freitagscafé nicht so erfolgreich betrieben werden!! 🥰
Zusätzlich wurde an diesem Tag dem Freitagscafé eine Spende vom Weltladen Aschaffenburg überreicht. Mit dem Solidaritäts-Kaffee “Aschaffenburg ist bunt!” unterstützt der Weltladen das Bündnis. Der Soli-Beitrag geht an das “Freitagscafé” in der Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete. Vielen Dank an Berit Schurse, Axel Teuscher und Claus Berninger!
Und noch etwas Schönes gab´s an diesem Tag zu feiern: Endlich durfte eine Familie ausziehen, die bereits seit 8 Jahren in der GU wohnt und natürlich Stammgäste und geschätzte Mitarbeiter im Freitagscafé sind. Vielen Dank an Christina Nüchtern und Cornelia Günder!
Zu guter Letzt wurden an diesem Tag noch die Blumen für das “Fest für Vielfalt” abgeholt. Diese wurden mit Helfer:innen vom Verein “Migranten für Migranten”in den letzten Wochen im Freitagscafé gebastelt, und werden am nächsten Wochenende auf dem Fest für Vielfalt verteilt. Vielen Dank an Çiğdem Deniz, Fairous Al Mohanna, Boran Düzgün und Nurhan für diese tolle Aktion!
Zehn Jahre Sommer der Solidarität – Stimmen des Ankommens
Zehn Jahre nach dem Sommer 2015 erzählen Geflüchtete von ihren Wegen nach Deutschland und ihrem Ankommen in einer neuen Gesellschaft. Ihre Geschichten handeln von Mut, persönlicher Stärke und der Unterstützung durch eine solidarische Zivilgesellschaft.
Sie geben Einblicke in das Leben von Menschen, die heute als Nachbar*innen, Berufstätige, Eltern oder Ehrenamtliche Teil unseres gesellschaftlichen Miteinanders sind.
Das überwältigende ehrenamtliche Engagement von 2015 und die große, weiter andauernde Solidarität zeigen, dass die Stimmung in Deutschland auch ganz anders sein kann, als es derzeitig vermuten lässt. Die Interviewreihe erinnert daran, was gelebte Solidarität bewirken kann – damals wie heute. Und wie sie das Leben im Positiven verändert.