Am Sonntag, den 17. Mai fand wieder das beliebte Spielefest statt.
Auf dem Marktplatz, in der Stadtbibliothek und in der VHS-Schule bis in den dritten Stock hinauf herrschte den ganzen Tag lang ein spielfreudiges Treiben. Viele Begegnungen der ganz besonderen – und immer spaßigen, lehrreichen Art ermöglichten die Kontaktaufnahme mit “Gleichgesinnten”.
Vielen Dank an die Veranstalter:in und die vielen verspielten Helfer:innen, die diesen tollen Tag ermöglichten!
Auch das Freitagscafé spielte mit! Hier das Programm und Angebot von 2026: -> Spielefest 2026
Und hier ein paar Kommentare zum gestrigen Aschaffenburger Spieletag:
von Vladislav: Ich war sehr begeistert, danke für die Einladung. Ich habe sogar ein neues Spiel gekauft. Aber ich bin vor der Pizza nach Hause gegangen, weil ich total vergessen habe, meine Hausaufgaben zu erledigen, trotzdem hat es mir viel Spaß gemacht.
von Dimitri: Ja, der Tag ist sehr schnell weggegangen und am Abend haben wir viele verschiedene Pizza gegessen. Immer gerne, das war sehr interessante Veranstaltung.
Von Michaela: Vielen lieben Dank an Alle [Helfer] hier in der Gruppe 🙏! Es war eine tolle Veranstaltung und es hat mir viel Spaß gemacht!
von Gaby: Ich fand’s toll. Ich denke wir sind nächstes Jahr auf jeden Fall wieder dabei. Und du hast das super organisiert. Vielen Dank!
von Markus: Es war echt schön und viele gute Gespräche.
von Tatiana: Vielen herzlichen Dank für einen wunderschönen Tag. Ich habe mich gefreut, helfen zu können und alle kennenzulernen!
von Milena: fand‘s gestern auch sehr cool! der abend war noch ganz gut, haben noch ein wenig gespielt und pizza gab’s natürlich auch 🙂 wünsche dir auch ne schöne woche,
Pierre: Vielen Dank, dass wir dabei sein durften! Es hat echt Spaß gemacht!
Neben den vielen Aktionen, die wir gemeinsam mit Bewohner:innen der GU unternehmen, erleben wir an den Freitag Nachmittagen immer schöne Momente in entspannter Atmosphäre. Dabei gelingt seltener ein eindrucksvoller “Schnappschuss”. Einige davon sind hier zu betrachten:
Im Jahre 2024 haben wir von der Unterkunftsverwaltung der Regierung Ufr. einen Übersee-Container gestellt bekommen, gleich neben dem Gebäude 302, für unser “Außenlager”.
Die großzügige Spende an Go-Carts und sonstigen hochwertigen Outdoor-Spielen und Fahrzeugen hat uns zum Handeln gezwungen: Es mussten Schwerlast-Regale aufgebaut werden. Dies wurde auch ermöglicht durch eine Spende unserer Hausener Lieblings-Schlosserei.
Für unsere “Hochbeete-Pflanzaktion 2026” hatten wir uns ein interessantes Projekt ausgesucht: Wir legen eine Mischkultur aus Mais, Bohnen & Kürbis an, ein -> Milpa-Beet! Das ist ein altes südamerikanisches Anbausystem, welches bspw. die Mayas bereits vor vielen Tausend Jahren nah an ihren Wohnstätten anlegten, um ihre Grundernährung zu sichern.
In dieser Mischkultur findet eine Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung durch die Eigenschaften der jeweiligen Pflanzen statt:
Der Zuckermais dient als Rankgerüst für die Stangenbohnen. Zusätzlich nimmt der Mais über seine Blätter viel CO2 aus der Luft auf und wandelt dies in eine einfache Zuckerform um. Die Stangenbohnen wiederum haben die Fähigkeit, Stickstoff aus der Luft zu binden. Über kleine Wurzelknöllchen bringen die Pflanzen Kohlenstoff und Stickstoff als wichtige Nährstoffe in den Boden und ernähren damit auch die Mikroben und Pilze. Die großblättrigen Kürbisgewächse beschatten den Boden und wirken so der Unkrautbildung und der Wasserverdunstung entgegen.
In unserer ersten Aktion wurden die Hochbeete gemeinsam saniert und mit Kompost-Erde befüllt:
Unser herzlichster Dank geht an die Unterkunftsverwaltung und die Sachgebietsleitung der Regierung v. Unterfranken für die Aufstell-Erlaubnis, die Einfahrgenehmigungen und die Bereitstellung eines Regensammlers zum Befüllen unseres Gießwasser-Tanks!
In der zweiten Aktion wurden die vorgezogenen Pflanzen gesetzt:
Unser herzlichster Dank geht auch an die -> Gärtnerei Löwer für die großzügige Spende an Setzlingen!
Nach dem Pflanzen wurde natürlich erstmal gut gewässert – und danach gab´s noch eine Belohnungsfahrt ins Erdbeerfeld nach Ringheim zum Schnabulieren.
Das haben wir bereits gemeinsam gepflanzt: – zwei “Drei-Schwestern-Kulturen” (-> Milpa-Beet) aus Mais, Bohnen und Kürbis. Und außerdem: – Rhabarber, Salat, Borretsch, Dost, Gurken, Zucchini, Kapuzinerkresse, Zwiebel, Knoblauch, Salat, Erdbeeren, Wildblumen für die Bienen und andere Bestäuber-Insekten. Und es ist noch Platz für eure eigenen Pflänzchen! Alle dürfen mitmachen!
Es gibt verschiedene Vermutungen, warum wir heute unsere Ostereier bunt anmalen. Das Ei gilt schon lange in vielen Kulturen als Symbol für Fruchtbarkeit, für neues Leben und die Wiedergeburt. Denn unter der Schale im Ei verbirgt sich neues Leben.
Schon im alten Ägypten wurde das Ei als Ursprung der Welt verehrt, und im antiken Griechenland und in Rom wurden im Frühjahr zur Feier der -> Tag- und Nachtgleiche bunte Eier aufgehängt und verschenkt. Die Tag- und Nachtgleiche markierte damals den Beginn des neuen Jahres, und das Ei wurde an diesen Tagen als heiliges Symbol des Neubeginns verehrt.
Im Mittelalter wurde vom Aschermittwoch bis zum Karfreitag gefastet. Das ist also in etwa der Ramadan der Christen. Während dieser Periode durfte man kein Fleisch und auch keine Eier essen. Doch die Hühner hat das natürlich wenig gestört: Sie legten eifrig weiter ihre Eier.
Die Eier wurden deshalb vermutlich gesammelt und aufbewahrt. Einen Kühlschrank gab es im Mittelalter noch nicht, deshalb kochte man die Eier, um sie länger haltbar zu machen. Damit man die “alten” Eier nach der Fastenzeit nicht mit den frischen verwechseln konnte, wurden sie zusätzlich rot eingefärbt.
Am Ostersonntag schließlich durfte man nach 40 Tagen Fasten endlich wieder Eier essen. Die heiligen “Karwochen-Eier” wurden erst geweiht, dann verschenkt oder zum Frühstück verzehrt.
Diese Tradition des Eierfärbens ist uns bis heute geblieben, so auch wir gemeinsam im Freitagscafé!
Die hübschen Eier wurden wieder eingesammelt, und zusammen mit ganz viel Schokoladen-Süßigkeiten am Karfreitag versteckt, gesucht, gesammelt und gerecht verteilt.
Zuvor, zum Ablenken vom Verstecken der Süßigkeiten, wurden Osterhasen geknetet und gebacken: Vielen Dank, Beate, Milena und Caro!
Und etwas Sport war auch dabei an diesem schönen Feiertag:
Es war wieder ein wunderschöner, sonniger Samstag, viele Leute haben schöne Sachen ausprobieren und für wenig Geld kaufen können. Natürlich hatten auch die Kinder ihren Spaß dabei!
Vielen Dank an die Waren-Spender-innen, und an die lieben Helfer-innen!
Der Erlös von144,45 € war für den Aufwand nicht sehr hoch, aber langte immerhin ein paar Monate für die Einkäufe für´s Freitagscafé, und das Wichtigste war ja sowieso der Spaß dabei!
Es ist die spannende Erzählung über den tief im Wald lebenden Waldschrat Eisenhans, über Prinzen und Prinzessinnen, Ritter, einen goldenen Brunnen und viele Abenteuer mehr.
Freuen wir uns auf -> Kurt Spielmann einen erfahrenen Theater-Schauspieler als ein im Mittelalter lebenden edlen Rittersmann in einer Vorstellung auf hohem Niveau!
Zum allerersten Mal seit seinem 50-jährigen Bestehen hat das -> KoMMz am Faschings-Umzug in Aschaffenburg teilgenommen.
Damit ergab sich die Möglichkeit für die Kinder vom Freitagscafé, die “Fünfte Jahreszeit” hautnah miterleben zu dürfen, und mal in die Geber-Rolle zu schlüpfen.
Manche kannten die hiesigen, verrückten Faschings-Zeremonien bereits, für manche war es wahrscheinlich der exotischste Tag in ihrem Leben.
Was ist Fasching eigentlich, und was feiern wir da?
Also: Das Wort Fasching kommt von „Fasten-Nacht“ , das ist die Nacht vor der Fastenzeit (Ramadan der Christen). Aus dieser Nacht wurde eine Woche, in der gefeiert wurde und das letzte Fleisch gegessen wurde. Deshalb heißt der Fasching auch Karneval. Das kommt von „Carne val“ = „Fleisch gehe“. In der Zeit vom Fasching durften und dürfen alle Menschen einmal gleich und ein bisschen verrückt sein. Arme wie Reiche, Knechte wie Grafen. Und nach den blutigen Kriegen seit Napoleon wollten die Menschen kein Militär mehr haben, und im Rheinland bei Mainz haben sie angefangen, den verbotenen Fasching wieder zu feiern und verkleideten sich in die Uniformen der Soldaten. Deshalb tragen sie oft heute noch solche Uniformen. Heute sind Karneval-Sitzungen auch sehr politisch geprägt, und alle Politiker dürfen kräftig auf den Arm genommen werden! Das ist eine sehr angenehme Freiheit, die es nicht überall gibt! Leider übertreiben manche den Alkoholkonsum während der Faschingszeit. Und bei den Umzügen wird zu viel Müll produziert. Aber unseren Wagen schmücken Blumen aus Recycle-Material. Danke an Marion und die fleißigen Helferinnen im Freitagscafé!
Übrigens: Auch schon vor der “Geburt” der Weltreligionen wurde gefastet! Freiwilliger Verzicht auf Nahrung auf Zeit war in vielen Kulturen, auch bei Naturvölkern verbreitet. Über die Jahrtausende hat sich der Sinn des Fastens immer wieder gewandelt. Die alten Griechen und Ägypter fasteten oder verzichteten auf bestimmte Nahrungsmittel, um die Sinne zu schärfen und der Gesundheit zuliebe. Gläubige fasten, um Busse zu tun und ihrem Gott näher zu sein. Zum “richtigen” Fasten gehören neben dem Verzicht auf Nahrung auch Meditation oder Gebet und der Wille, anderen in dieser Zeit etwas Gutes zu tun. Das Fasten hat das Entstehen der Religion begünstigt, und die Religion ihrerseits hat immer wieder das Fasten geregelt. Im Mittelalter zogen die Menschen mit Masken, zunächst als Teufel, dann auch als Hexen und Narren verkleidet in der Vorfastenzeit durch die Straßen. Erst Martin Luther schaffte den kategorischen Zwang der katholischen Kirche zum Fasten als Buße ab. Auch das Ritual davor, die Faschingszeit, in der angeblich die Menschen das “Böse” und “Verdorbene” kennenlernen sollen, um hernach umso frommer zu sein, lehnte Martin Luther ab. So verlor der Fasching seinen ursprünglichen Sinn, und wird bis heute in den Bundesländern, die nicht katholisch geprägt sind, gar nicht gefeiert.
Viele Menschen möchten sich aber so ein buntes Fest der Geselligkeit nicht nehmen lassen, und so feiern wir heute gemeinsam, religions-übergreifend, ausgelassen und friedlich, mit einem kräftigen Paket an (sozial-)politischer Satire den heutigen Karneval eher im früheren “heidnischen” Sinne: Dem Austreiben des Winters in Vorfreude auf den kommenden Frühling.
Auch im überwiegend katholischen Brasilien hat sich der Karneval deutlich vom ursprünglichen Gedanken befreit, und hat sich zu einem Riesen-Promenaden-Spektakel der vielen Samba-Tanzschulen entwickelt:
Das Team vom Freitagscafé Aschaffenburg möchte sich ganz herzlichst bedanken für Euer aller Unterstützung und Verständnis bei unserem gemeinsamen Streben nach einem bunten, friedlichen und freudvollen Miteinander!
Auch in diesem Jahr gehen der Freundeskreis für Kultur (KoMMz) und unser überparteiliches Bündnis „Aschaffenburg ist bunt!“ am Silvestertag mit einem fröhlichen „Kehraus 2025“-Umzug auf die Straße! Gemeinsam wollen wir für Vielfalt, Diversität, Pluralismus, Demokratie und unsere bunte Stadt werben, und ein fröhliches und entschlossenes „KEHRAUS 2025“ feiern. Darum rufen wir euch alle dazu auf, auch in diesem Jahr mit Besen und Feudel farbenfroh durch die Straßen zu ziehen – und gemeinsam den braunen Schmutz aus unserer Stadt zu fegen. Symbolisch, bunt und unübersehbar. 💥🧹🌈 An den Start gebracht von der KoMMz-GRUPPE und dem HOFGARTEN-KABARETT, getragen von mehr als 300 Bündnispartnern und Hunderten Einzelunterstützer*innen von „Aschaffenburg ist bunt!“ Wir freuen uns auf euch und wünschen frohe, besinnliche Festtage!
🧹 KEHRAUS 2025 🧹
Der 31.12. wird ein Tag, an dem sichtbar wird, wofür Aschaffenburg steht!
Denn während andere versuchen, unsere Straßen mit Ausgrenzung und Hass zu füllen, zeigen wir: UNSERE STADT IST BUNT, LAUT und SOLIDARISCH. 🌈✊
Wir sind mehr. Und wir sind unübersehbar. ⏰ MI, 31.12 // ab 13 Uhr 📍 THEATERPLATZ AB
Beim Silvester-Kehraus 2025 ziehen wir gemeinsam mit Besen & Feudel durch die Stadt – fröhlich, entschlossen und symbolisch, um klarzumachen, dass menschenfeindliche Ideologien hier keinen Platz haben. 🧹✨
👉 Mit dabei beim Demo-Umzug & auf der Strecke: 🎤 URBAN PRIOL – Aschaffenburger Ikone des politischen Kabaretts 🏛️ JÜRGEN HERZING , Oberbürgermeister der Stadt Aschaffenburg 🎶 TEN OF A KIND 🎭 AXEL TEUSCHER, Hofgarten Kabarett 🎸 DIRKSTER AND THE OLD WHITE DUDES 🎙️ SEBASTIAN BOGENSBERGER
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