Es ist die spannende Erzählung über den tief im Wald lebenden Waldschrat Eisenhans, über Prinzen und Prinzessinnen, Ritter, einen goldenen Brunnen und viele Abenteuer mehr.
Freuen wir uns auf -> Kurt Spielmann einen erfahrenen Theater-Schauspieler als ein im Mittelalter lebenden edlen Rittersmann in einer Vorstellung auf hohem Niveau!
Zum allerersten Mal seit seinem 50-jährigen Bestehen hat das -> KoMMz am Faschings-Umzug in Aschaffenburg teilgenommen.
Damit ergab sich die Möglichkeit für die Kinder vom Freitagscafé, die “Fünfte Jahreszeit” hautnah miterleben zu dürfen, und mal in die Geber-Rolle zu schlüpfen.
Manche kannten die hiesigen, verrückten Faschings-Zeremonien bereits, für manche war es wahrscheinlich der exotischste Tag in ihrem Leben.
Was ist Fasching eigentlich, und was feiern wir da?
Also: Das Wort Fasching kommt von „Fasten-Nacht“ , das ist die Nacht vor der Fastenzeit (Ramadan der Christen). Aus dieser Nacht wurde eine Woche, in der gefeiert wurde und das letzte Fleisch gegessen wurde. Deshalb heißt der Fasching auch Karneval. Das kommt von „Carne val“ = „Fleisch gehe“. In der Zeit vom Fasching durften und dürfen alle Menschen einmal gleich und ein bisschen verrückt sein. Arme wie Reiche, Knechte wie Grafen. Und nach den blutigen Kriegen seit Napoleon wollten die Menschen kein Militär mehr haben, und im Rheinland bei Mainz haben sie angefangen, den verbotenen Fasching wieder zu feiern und verkleideten sich in die Uniformen der Soldaten. Deshalb tragen sie oft heute noch solche Uniformen. Heute sind Karneval-Sitzungen auch sehr politisch geprägt, und alle Politiker dürfen kräftig auf den Arm genommen werden! Das ist eine sehr angenehme Freiheit, die es nicht überall gibt! Leider übertreiben manche den Alkoholkonsum während der Faschingszeit. Und bei den Umzügen wird zu viel Müll produziert. Aber unseren Wagen schmücken Blumen aus Recycle-Material. Danke an Marion und die fleißigen Helferinnen im Freitagscafé!
Übrigens: Auch schon vor der “Geburt” der Weltreligionen wurde gefastet! Freiwilliger Verzicht auf Nahrung auf Zeit war in vielen Kulturen, auch bei Naturvölkern verbreitet. Über die Jahrtausende hat sich der Sinn des Fastens immer wieder gewandelt. Die alten Griechen und Ägypter fasteten oder verzichteten auf bestimmte Nahrungsmittel, um die Sinne zu schärfen und der Gesundheit zuliebe. Gläubige fasten, um Busse zu tun und ihrem Gott näher zu sein. Zum “richtigen” Fasten gehören neben dem Verzicht auf Nahrung auch Meditation oder Gebet und der Wille, anderen in dieser Zeit etwas Gutes zu tun. Das Fasten hat das Entstehen der Religion begünstigt, und die Religion ihrerseits hat immer wieder das Fasten geregelt. Im Mittelalter zogen die Menschen mit Masken, zunächst als Teufel, dann auch als Hexen und Narren verkleidet in der Vorfastenzeit durch die Straßen. Erst Martin Luther schaffte den kategorischen Zwang der katholischen Kirche zum Fasten als Buße ab. Auch das Ritual davor, die Faschingszeit, in der angeblich die Menschen das “Böse” und “Verdorbene” kennenlernen sollen, um hernach umso frommer zu sein, lehnte Martin Luther ab. So verlor der Fasching seinen ursprünglichen Sinn, und wird bis heute in den Bundesländern, die nicht katholisch geprägt sind, gar nicht gefeiert.
Viele Menschen möchten sich aber so ein buntes Fest der Geselligkeit nicht nehmen lassen, und so feiern wir heute gemeinsam, religions-übergreifend, ausgelassen und friedlich, mit einem kräftigen Paket an (sozial-)politischer Satire den heutigen Karneval eher im früheren “heidnischen” Sinne: Dem Austreiben des Winters in Vorfreude auf den kommenden Frühling.
Auch im überwiegend katholischen Brasilien hat sich der Karneval deutlich vom ursprünglichen Gedanken befreit, und hat sich zu einem Riesen-Promenaden-Spektakel der vielen Samba-Tanzschulen entwickelt: